Konzert & Lesung mit Barbara Thalheim

 

voll * jährig

Ich bin nun voll * jährig sagt die Berliner Liedermacherin Barbara Thalheim kokett. Letzten Monat wurde sie Siebzig Jahre alt und kann es  selbst kaum fassen.

Genauso wenig wie die Tatsache, dass sie nach wie vor Konzerte gibt. „30 ist das neue 20, der mann ist die neue frau, freiheit in das neue gefängnis und reich ist das neue schlau...“ singt die von Barbara Thalheim sehr verehrte Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger.

Ist also 70 das neue 60? Das neue 50, lacht die Thalheim!

1995 hatte sich Barbara Thalheim schon einmal von der Bühne verabschiedet. Aber als sie ihre Gitarre an den Nagel gehängt hatte, entstanden 20 neue Lieder. Abtreiben oder austragen? Sie entschied sich für letzteres. Und so ist es beim Singen, Schreiben, Konzertegeben geblieben. 

Alles fing 1973 mit dem Song „Als ich Vierzehn war“ an. Nach der Wende ging die Sängerin für einige Zeit nach Paris; ein neuer Lebensabschnitt begann. O-Ton Thalheim: „Ich wollte das machen, was meine westdeutschen Freunde mit Achtzehn machen konnten, im Ausland leben, Deutschland von außen er-leben.“ Das Ergebnis dieser späten, ersten Auslandserfahrung war das Programm „Fremdgehen“, für das sie (übrigens auch für „Inselsein“) den Preis der deutschen Schallplattenkritik bekam.

Barbara Thalheim hat über 20 Tonträger, Schallplatten, CDs, DVDs und auch zwei Bücher veröffentlicht.

Nach ihrer Pariser Zeit arbeitete sie achtzehn Jahre mit dem französischen Akkordeonisten Jean Pacalet zusammen, der 2011 in Berlin starb. Mit ihm hat sie auf Einladung des Goethe-Instituts Gastspiele in vielen Ländern absolviert.

Zum Siebzigsten beschenkt uns Thalheim mit neuen Geschichten, das Prosa schreiben nimmt in letzter Zeit mehr und mehr Raum ein,  alten und neuen Liedern und einem Überraschungsgast, mit dem sie gemeinsam eines ihrer frühen Lieder aus den 70er Jahren spielen wird. Der Überraschungsgast ist eine bekannte Persönlichkeit des kulturellen Weimar.

Neugierig? Kommen!

Stadtkulturdirektion und Stadtbücherei Weimar laden ein.

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